Vortrag von Jürg Hösli

Ich nehm dann einfach mal ab.

Warum Abnehmen beim Menschen nicht nach Schema F funktioniert

Ein Vortrag über Ernährung, Stoffwechsel, Körperfett, Training und die Psychologie hinter unseren Entscheidungen – wissenschaftlich fundiert und ohne Diätversprechen.

Donnerstag, 5. November 2026 Verfügbar ab 19:00 Uhr

CHF 89.–

Early Bird zur Veröffentlichung statt CHF 149.–

Die Aufzeichnung wird ab Donnerstag, 5. November 2026, 19:00 Uhr freigeschaltet.

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Jürg Hösli

Jürg Hösli · erpse Institut AG

Vortrag Abnehmen

Warum Abnehmen beim Menschen nicht nach Schema F funktioniert

Abnehmen klingt einfach: weniger Kalorien aufnehmen, mehr Energie verbrauchen. Doch warum gelingt es manchen Menschen scheinbar mühelos, während andere trotz Disziplin, Sport und bewusster Ernährung kaum Fortschritte erzielen? Jürg Hösli nimmt in diesem Vortrag die wissenschaftlichen Grundlagen der Körperfettreduktion unter die Lupe und zeigt, weshalb Ergebnisse grosser Ernährungsstudien nicht automatisch die optimale Strategie für jeden einzelnen Menschen beschreiben.

01

Ernährungsformen

Low Carb, High Carb, ketogene Ernährung, Intervallfasten, vegane Kost oder proteinreiche Diäten: Kaum ein Bereich der Ernährungswissenschaft ist so stark von gegensätzlichen Empfehlungen geprägt wie die Gewichtsreduktion. Grosse randomisierte Studien und Metaanalysen zeigen, dass unterschiedliche Ernährungsformen zu einer erfolgreichen Gewichtsreduktion führen können. Eine einzelne Verteilung von Kohlenhydraten und Fett erweist sich langfristig nicht grundsätzlich als überlegen.

Das bedeutet nicht, dass es keine Unterschiede gibt. Die Proteinversorgung kann entscheidend dafür sein, wie gut Muskelmasse während einer Gewichtsreduktion erhalten bleibt. Die Kohlenhydratverfügbarkeit beeinflusst die Leistungsfähigkeit bei bestimmten Trainingsintensitäten. Hunger, Sättigung und die langfristige Umsetzbarkeit einer Ernährung unterscheiden sich zwischen Menschen erheblich. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Welche Ernährungsstrategie reduziert möglichst gezielt Körperfett, erhält Leistungsfähigkeit und lässt sich dauerhaft in den Alltag integrieren?

02

Körpergewicht und Körperfett

Die Waage zeigt, wie schwer wir sind – nicht, was wir tatsächlich verloren oder gewonnen haben. Eine Gewichtsveränderung kann durch Veränderungen der Fettmasse, Muskelmasse, Glykogenspeicher und des Wasserhaushalts entstehen. Eine schnelle Abnahme ist deshalb nicht automatisch eine besonders erfolgreiche Körperfettreduktion. Entscheidend ist, welches Ziel verfolgt wird: weniger Körperfett, mehr Gesundheit, bessere Leistungsfähigkeit oder langfristig ein Körpergewicht, mit dem man sich wohlfühlt.

Die Körperzusammensetzung und ihre Veränderungen im Verlauf sind häufig aussagekräftiger als die Kilogrammzahl allein. Dabei spielen auch die Unterschiede zwischen Bauchfett und anderen Fettdepots eine Rolle. Jürg Hösli erklärt, welche Aussagen sich mit Körperfettmessungen tatsächlich treffen lassen und wo die Grenzen solcher Messverfahren liegen.

03

Energiedefizit

Ohne eine negative Energiebilanz lässt sich gespeicherte Körperenergie langfristig nicht reduzieren – so weit ist die wissenschaftliche Grundlage eindeutig. Interessant wird es bei der Umsetzung: Macht es physiologisch Sinn, an einem Tag mit intensivem Krafttraining dieselbe Energie einzusparen wie an einem Ruhetag? Wie verändert sich die Trainingsqualität bei geringer Kohlenhydratverfügbarkeit? Welche Rolle spielen Protein, Muskelproteinsynthese und Regeneration?

Ein Energiedefizit ist nicht an jedem Tag gleich zweckmässig. Im Vortrag werden wissenschaftlich gesicherte Mechanismen von Strategien unterschieden, die sich daraus für individuelle Trainings- und Ernährungspläne ableiten lassen. Nicht nur die Menge der Energie ist relevant, sondern auch der Zusammenhang mit Belastung, Anpassung und Erholung.

04

Stoffwechsel

Der Körper nutzt sowohl Fett als auch Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. Wie gross ihr jeweiliger Anteil ist, hängt von Belastungsintensität, Trainingszustand und Nährstoffverfügbarkeit ab. Die Fähigkeit, die Substratnutzung an unterschiedliche Anforderungen anzupassen, wird als metabolische Flexibilität bezeichnet. Ein Mensch mit hoher Kohlenhydratoxidation während einer Belastung ist dabei nicht automatisch unfähig, Körperfett zu reduzieren – die Messung beschreibt zunächst einen physiologischen Zustand unter bestimmten Bedingungen.

Im erpse Institut werden solche Zusammenhänge mithilfe von Spiroergometrie, Laktatmessungen und Untersuchungen der Körperzusammensetzung analysiert. Im Vortrag wird erklärt, welche Erkenntnisse diese Diagnostik liefern kann, wo ihre Grenzen liegen und warum eine einzelne Messzahl niemals den gesamten Menschen erklärt. Die entscheidende Frage lautet: Was zeigt der Stoffwechsel unter Belastung – und was bedeutet das für die Wahl von Training und Ernährung?

05

Psychologie

Ernährung ist nicht nur Biochemie, und Training ist nicht nur eine Frage von Watt oder Kalorienverbrauch. Unser Verhalten entsteht auch aus Motivation, Gewohnheiten, Emotionen und Selbststeuerung. Manche Menschen suchen beim Training das intensive Belastungsgefühl und wählen deshalb häufig höhere Intensitäten, selbst wenn eine andere Belastungsverteilung für ihr Ziel sinnvoller wäre. Hohe Intensitäten verändern die Substratnutzung und damit die Anforderungen an die Ernährung.

Ähnliche Muster finden sich im Essverhalten: Manche Menschen essen unter Stress wenig und kompensieren später, andere reagieren mit verstärktem Appetit oder verändern unbewusst ihre Alltagsbewegung. Diese Muster sind weder bei allen Menschen gleich noch lassen sie sich allein mit mangelnder Disziplin erklären. Wer nachhaltig Körperfett reduzieren möchte, muss verstehen, wie Körper und Verhalten zusammenwirken.

06

Individuelle Voraussetzungen

Die Wissenschaft zeigt, welche Ernährungs- und Trainingsstrategien unter untersuchten Bedingungen durchschnittlich wirksam sind. Der einzelne Mensch bringt jedoch seine eigene Ausgangslage mit: Körperzusammensetzung, Herz-Kreislauf-System, Leistungsfähigkeit, Trainingszustand, Schlaf, Stress, Selbststeuerung und persönliche Gewohnheiten. Im erpse Institut werden solche Muster anhand physiologischer und psychologischer Beobachtungen in praxisbezogenen Modellen beschrieben.

Im Vortrag stellt Jürg Hösli einige dieser Muster anhand von Menschen vor, die scheinbar dasselbe Ziel verfolgen, dafür aber unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Es handelt sich dabei nicht um starre biologische Körpertypen oder eine neue Diätlehre, sondern darum, wissenschaftliche Erkenntnisse mit individuellen Beobachtungen und Messwerten so zu verbinden, dass daraus nachvollziehbare Entscheidungen entstehen.

07

Körperfett-Landkarte

Warum verändert sich bei einem Menschen zuerst der Bauchumfang, während bei einem anderen bestimmte Fettdepots länger bestehen bleiben? Körperfett sollte nicht als eine einzige, überall identische Masse betrachtet werden. Geschlecht, Alter, Fettverteilung und hormonelle Faktoren beeinflussen, welche Depots sich wann und wie verändern. Im Vortrag wird erklärt, welche biologischen Unterschiede zwischen Fettdepots bekannt sind und wo die Interpretation solcher Muster wissenschaftlich begrenzt bleibt.

Die Körperfett-Landkarte dient nicht als Versprechen, bestimmte Fettpolster gezielt wegtrainieren zu können. Sie bietet einen zusätzlichen Blick auf die individuelle Entwicklung und ergänzt andere Messgrössen wie Körpergewicht und Bauchumfang. Welche Informationen sich aus der Beobachtung regionaler Fettverteilung sinnvoll gewinnen lassen, ist ein eigener Abschnitt des Vortrags.

Was du aus dem Vortrag mitnimmst

Unterschiedliche Ernährungsformen können zu einer erfolgreichen Körperfettreduktion führen – eine einzelne Strategie ist langfristig nicht grundsätzlich überlegen.

Ausreichend Protein und sinnvoll eingesetztes Training spielen eine wichtige Rolle für den Muskelerhalt während einer Gewichtsreduktion.

Trainingsintensität, Kohlenhydratstoffwechsel und Regeneration hängen direkt zusammen und beeinflussen, wie ein Energiedefizit sinnvoll gestaltet wird.

Psychologische Muster wie Stressverhalten, Gewohnheiten und Selbststeuerung beeinflussen Ernährung und Training wesentlich – unabhängig von Disziplin.

Wissenschaftliche Grundlagen lassen sich nur dann sinnvoll anwenden, wenn sie mit den individuellen physiologischen und psychologischen Voraussetzungen einer Person verbunden werden.

Für wen

Für Menschen, die genauer hinschauen wollen.

Der Vortrag richtet sich an Menschen, die Körperfett reduzieren möchten, ohne ständig eine neue Diät auszuprobieren, sowie an Menschen, die trotz hohem Trainingsaufwand keine erwarteten Veränderungen beobachten. Auch Personen, die bereits verschiedene Ernährungsformen ausprobiert haben und die Unterschiede in ihrer Wirkung verstehen möchten, finden hier eine fundierte Grundlage. Trainer, Ernährungsberater und Gesundheitsfachpersonen, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer differenzierten Einzelfallbetrachtung verbinden möchten, sind ebenso angesprochen. Kein wissenschaftliches Vorwissen ist erforderlich.

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Bis zur Veröffentlichung am 5. November 2026 gilt der Early-Bird-Preis: CHF 89.– statt CHF 149.–. Nach dem Kauf erhältst du Zugang zur digitalen Aufzeichnung – flexibel abrufbar, kein fixer Termin.

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Die Aufzeichnung wird am Donnerstag, 5. November 2026, um 19:00 Uhr freigeschaltet. Der Preis wird serverseitig im Checkout geprüft.

Häufige Fragen

Zum Abnehmen und zum Vortrag

Welche Ernährung ist zum Abnehmen am besten?

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sowohl kohlenhydratreduzierte als auch fettärmere und pflanzenbasierte Ernährungsformen beim Abnehmen helfen können. Entscheidend sind die erreichte Energiebilanz, eine ausreichende Nährstoffversorgung und die langfristige Umsetzbarkeit im Alltag.

Muss ich auf Kohlenhydrate verzichten, um Körperfett zu verlieren?

Nein. Eine kohlenhydratreiche Ernährung schliesst Körperfettreduktion nicht aus. Die geeignete Kohlenhydratmenge hängt vom individuellen Energiebedarf, den Trainingsanforderungen und der persönlichen Ernährungsstrategie ab.

Warum nehme ich trotz Sport nicht ab?

Mögliche Ursachen sind eine ausgeglichene Energiebilanz, Veränderungen des Wasserhaushalts, geringere Alltagsbewegung, eine nicht passende Trainingssteuerung oder Schwierigkeiten bei der langfristigen Umsetzung. Welche Faktoren tatsächlich relevant sind, muss individuell betrachtet werden.

Ist Abnehmen nur eine Frage der Disziplin?

Nein. Hunger, Gewohnheiten, Schlaf, Stress, soziale Einflüsse und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln beeinflussen das Ernährungsverhalten erheblich. Erfolgreiche Gewichtsregulation erfordert mehr als reine Willenskraft.

Kann man gezielt am Bauch abnehmen?

Einzelne Körperregionen lassen sich nicht zuverlässig durch spezifische Übungen von Fett befreien. Die regionale Fettverteilung wird von genetischen, hormonellen und geschlechtsspezifischen Faktoren beeinflusst. Eine insgesamt erfolgreiche Körperfettreduktion kann jedoch auch den Bauchumfang verringern.

Die Inhalte dieses Vortrags dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine individuelle medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung.

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